die eigentlich nicht wirklich lernen wollen und immer frecher werden, wer will sich sowas
schon freiwillig antuen?
Ich will das zumindest nicht, oder hey warte, will ich es vielleicht doch?
In der Schule fragten wir ein paar mal die Lehrer warum sie Lehrer werden wollten,
die einzige Antwort die ich wirklich behalten und die mich wirklich beeindruckt ging ungefähr so:
"Ich fand den Unterricht meiner Lehrer so langweilig das ich etwas verändern wollte".
Wenn ich so darüber Nachdenke, will ich auch etwas verändern, mir würden direkt ein paar unterrichts gänge einfallen die ich als Lehrer sofort machen würde und wie ich Sachen den Schülern besser näher bringen könnte.
In der Grundschule waren meine Noten in Kunst und Musik immer im 1er berreich. Ich hätte niemals gedacht das diese tolle note in geraumer zeit durch gerade mal eine 3 ersetzt werden sollen würde.
Ja, ich bin ein kreativer Mensch, aber muss ich mich in meiner kreativität einschrenken lassen?
Ich würde so gerne einmal ein paar Stunden des Kunstunterrichts leiten, der in den letzten Jahren immer öder geworden ist.
Zugegeben, ich verstehe nicht sehr viel von Kunst, ich kann gerade mal einen Komplimentär Kontrast erkennen, aber ich weiß was schön ist und ist Kunst nicht gerade die Schönheit in dingen zu sehen.
Ich persönlich sehe auch Kunst nicht mehr umbedingt in Bildern von Dali oder Cézanne, ich suche nicht direkt wenn ich ein Bild sehe den Komplimentärkontrast oder unterscheide Mittelgrund, Hintergrund und Vordergrund von einander, ich suche auch nicht direkt den Geschichtlichen Hintergrund. Ich lasse das Bild auf mich einfließen und probiere emotionen mit dem Bild auf zu bauen.
All die "alten Schinken" würde ich meinen Schülern garnicht mehr vorsätzen, für mich ist Fotografie die wahre kunst, emotionen in ein Bild einzufassen. Ich würde meinen Schülern das Berühmte "V-J day in Times Square" von Alfred Eisenstaedt an die Wand projektzieren und nicht ein Stilleben von Van Gogh.
WAS ZUR HÖLLE SAGT DENN BITTE EINE SCHALE VOLL OBST AUS!?Hatte der Künstler etwa hunger?!
Für mich kommt es auch nicht mehr auf Namen und Bedeutung an , jeder kann Kunst machen
jeder Kann ein Bild schießen was andere Berührt.
Mein Kunst Unterrichts Konzept würde so aussehen :Ich würde Fragen "Was fühlst du, was denkst du bei dem Bild?" und nicht
Sie nach wesentlichen Merkmalen der Epoche oder die Stilistischen Mittel aufzählen lassen.
Ich würde ihren emotionen freien lauf lassen, Ich würde Musik aus den verschiedensten Richtungen von Klassik bis Metal auflegen und sie dazu malen lassen.
Die Wut bei Metal und die Tiefgründigkeit in Yann Tiersen's "comptine d'un autre été" erforschen
und die Schüler auch mal mit verbundenen Augen Malen lassen um ihren Instinkten zu folgen.
Ich mag es nicht wenn andere Schüler bei Aufgaben sagen das sie es nicht können, besonders beim Kunstunterricht find ich es falsch nach Können bzw nach geschmack zu benoten
für mich sollten Schüler die chance haben sie selbst zu sein und solange sie eine Aufgabe abgeben die fertig geworden ist und von der sie überzeugt sind werden sie auch eine sehr gute note bekommen.
Man sollte im Kunstunterricht zu seiner Meinung stehen und man sollte ausdrücken können was man fühlt ohne dabei zu reden, das ist Kunst doch... (ich rede jetzt nur von Kunst und nicht von Musik ... was natürlich auch kunst ist..)
Kunst sollte sein Emotionen auf Bilder für die ewigkeit zu bannen und zu fühlen und sich selbst aus zu drücken. Nicht langweilige Bilder mit schüsseln voller Obst zu analysieren.
Zu guter letzt eins meiner lieblingsbilder (zwar nicht das lieblingsbild aber dazu kommen wir beim nächsten mal )
Das meine Lieben Kunstlehrer ist KUNST!
Schauen Sie in die Augen des Mädchens, was hat es gefühlt? War es Trauer, war es Angst?
War es vielleicht sogar Freude? Was fühlen Sie bei diesem Bild?
Vielleicht werde ich ja doch irgendwann vor der Tafel stehen und meinen Schüler genau dieses Bild an die Wand projektzieren.